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Online Seminare

Anstehende Veranstaltungen 2026

"Konflikte als Chance?! Konfliktkompetenz in Verwaltungen stärken"

Mit Verena Griesinger

Ob in der Zusammenarbeit zwischen Fachbereichen in der Verwaltung, im Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteuren oder im Kontakt mit Bürger*innen – wo Menschen zusammenkommen, treffen unterschiedliche Perspektiven, Interessen und Arbeitskulturen aufeinander. Das birgt nicht selten das Potenzial für Spannungen und Konflikte. Wie kann es gelingen trotzdem eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zu stärken und Veränderungen in der Kommune mutig zu gestalten?

Die Kommunale Konfliktberatung unterstützt Entscheidungsträger*innen aus Verwaltung, Politik, Initiativen, Vereinen und sozialen Trägern dabei, lokale Konfliktdynamiken besser zu verstehen und ihre Handlungsspielräume zu erweitern. Im Zentrum steht dabei die Überzeugung, dass die Menschen vor Ort die besten Expert*innen für ihre jeweilige Situation sind – und dass sie selbst passgenaue und tragfähige Strategien und Wege entwickeln können. Im Online-Seminar werden Erfahrungen aus Städten, Gemeinden und Landkreisen geteilt, die zeigen, wie Konflikte zur Chance werden können.

Was Sie erwartet:

  • Einblicke in die Praxis: Kommunale Konfliktberatung als Unterstützungsangebot
  • Impulse zum konstruktiven Umgang mit Konflikten
  • Diskussion von Herausforderungen und Konflikten in Kommunen
  • Austausch: Sie sind eingeladen – wenn Sie wollen – eigene Herausforderungen und Konflikte aus Ihrem Arbeitskontext beispielhaft einzubringen und gemeinsam zu reflektieren.

Verena Griesinger begleitet als Referentin Kommunen in Deutschland im Umgang mit entstehenden oder bereits eskalierten Konflikten für das K3B – Kompetenzzentrum Kommunale Konfliktberatung.


Vergangene Seminare in der Reihe

Wie kann Vielfalt in städtischen Strukturen nicht nur anerkannt, sondern aktiv gestaltet werden? Die Stadt Köln hat durch ihr modernes Diversity-Management einen Weg gefunden, dass Vielfalt Teil der täglichen Verwaltungs- und Planungspraxis wird. 

Anhand praxisnaher Beispiele zeigte das Online-Seminar, welchen strategischen Ansatz Köln geht und inwiefern das Zusammenspiel von Daten, Strategien und Beteiligung den Weg zu einer inklusiveren Stadtentwicklung ebnet.

Fabian Stangier ist Leiter der Abteilung Vielfalt im Amt für Integration und Vielfalt der Stadt Köln.

Das Online-Seminar gab einen Einblick in die Arbeit der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) und ihre Grundlage, den 10-Punkte-Aktionsplan zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung auf kommunaler Ebene in Europa. Mit ihrem neuen Projekt "Kommunen für alle? – Rassismuskritik in kommunalen Verwaltungen" richtet die ECCAR den Blick auf die internen Verwaltungsstrukturen und möchte so einen Beitrag zur rassismuskritischen Weiterentwicklung von Verwaltungshandeln leisten. 

Im Rahmen des Online-Seminars setzten wir einen thematischen Schwerpunkt auf die Rolle der Kommunen in der postmigrantischen Gesellschaft und diskutierten, wie Verwaltungshandeln Vertrauen, Gerechtigkeit und gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken kann.

Jasemin Seven leitet bei der Europäischen Städtekoalition gegen Rassismus (ECCAR) das Projekt "Kommunen für alle? – Rassismuskritik in kommunalen Verwaltungen".

Viele Kommunen möchten ein vielfältigeres Personaltableau – doch der Weg dorthin ist anspruchsvoll. Welche Rolle spielen Auswahlverfahren, unbewusste Vorurteile oder strukturelle Hürden im Bewerbungsprozess? Im Online-Seminar reflektierten wir gemeinsam, warum vielfaltssensible Personalgewinnung mehr ist als gut gemeinte Offenheit. Wir zeigten auf, wie Verfahren diskriminierungssensibel gestaltet werden können – und wo erste konkrete Ansatzpunkte liegen.

Prof‘in Dr‘in Anja Seng ist Präsidentin FidAR e.V., Professorin für Personalmanagement an der FOM Hochschule Essen und dort wissenschaftliche Direktorin des Instituts für Public Management (ifpm).

Das Projekt “Zukunftsfähige Verwaltung – Interkulturelle Öffnung in Thüringer Kommunen” begleitet vier Verwaltungen in einem langfristig angelegten Veränderungsprozess. Im Zentrum steht ein dialogischer Ansatz: Gemeinsam mit den Verwaltungen sowie lokalen Migrantenorganisationen werden Herausforderungen identifiziert und passgenaue Trainings entwickelt. Ziel ist es, interkulturelle Öffnung als Teil einer nachhaltigen Organisationsentwicklung zu verankern. 

Das Online-Seminar stellte erste Einblicke, Erfahrungen und Handlungsansätze vor – und lud zur Diskussion über übertragbare Praxis ein.

Julia Brade (Thüringer Zentrum für Interkulturelle Öffnung) ist Projektleiterin des vom Land Thüringen und der Robert-Bosch-Stiftung geförderten Projekts “Zukunftsfähige Verwaltung – Interkulturelle Öffnung in Thüringer Kommunen.”

Wie wirken Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt wirklich? Das Online-Seminar zeigte, warum Sensibilisierungsangebote für Mitarbeitende je nach Organisation und Vielfaltsdimension sehr unterschiedlich greifen. Der Erfolg von Diversity-Maßnahmen hängt von vielen Faktoren ab – etwa der Vielfalt im Team, dem Umgang mit Konflikten und der Identifikation der Mitarbeitenden mit der Organisation. Auf Basis aktueller Forschung diskutierten wir offen, wie diskriminierungssensible Praxis gelingen kann – jenseits vereinfachter Debatten über Diversity.

Prof‘in Dr‘in Ines Michalowski ist Religionssoziologin an der Universität Münster. Sie lehrt dort u.a. im Studiengang “Diversität und soziale Ungleichheit”.