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InnoLab Vielfalt

Kommunen sind zentrale Orte, an denen Demokratie, Teilhabe und Mitgestaltung für Bürger*innen unmittelbar erfahrbar werden. Gerade an die Verwaltungen und die Politik werden hohe Erwartungen in Bezug auf vorbildliches, diskriminierungsfreies Handeln gestellt. Trotz zahlreicher Leitfäden, Best Practices und Maßnahmen zur Förderung von Vielfalt und zum Abbau von Diskriminierung besteht die Herausforderung, diese guten Ansätze schneller und wirksamer in den kommunalen Alltag zu integrieren.

Unser Ziel

Die Koordinierungsstelle des InnoLab Vielfalt begleitet und stärkt Kommunalverwaltungen bei dem gemeinsamen Ziel, diskriminierungsarme Strukturen zu gestalten und Vielfalt zu verankern.

Der agile Lern- und Experimentierraum des InnoLab Vielfalt vernetzt Akteur*innen aus verschiedenen Kommunen und Fachressorts, um durch einen strukturübergreifenden Austausch:

  • für Diskriminierung auf struktureller Ebene zu sensibilisieren und Leerstellen aufzuspüren,
  • innovative Ansätze zur Prävention von Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit (GMF) durch Verwaltungsstrukturen zu entwickeln und zu erproben
  • und wirksame sowie nachhaltige Impulse für die kommunale Vielfaltgestaltung zu geben.

 

Methodik

Im InnoLab Vielfalt werden die Vertreter*innen der beteiligten Kommunen als Expertinnen ihrer jeweiligen Fachbereiche verstanden. Das InnoLab Vielfalt begleitet sie methodisch bei der strukturierten Gestaltung und Umsetzung selbstdefinierter Missionen für mehr Diversität in ihrer Verwaltung. 

Die Beteiligung von Tandems aus unterschiedlichen Fachbereichen je Kommune stärkt die ressortübergreifende Zusammenarbeit, beschleunigt agile Lernprozesse und sichert die Übertragung der im Lab entwickelten Ansätze in die Verwaltungsstrukturen. Die Koordinierungsstelle übernimmt dabei die Rolle einer prozessgestaltenden Instanz.

 

Unsere Arbeitsbereiche

Prozessgestaltung

Die Koordinierungsstelle gestaltet und begleitet die Entwicklungsprozesse der beteiligten Tandems, indem sie einen geschützten Raum für Austausch schafft, die interkommunale Zusammenarbeit koordiniert und relevante Prozesskompetenzen vermittelt. Sie fördert die Zusammenarbeit durch Online-Workshops, Präsenztreffen und bedarfsorientierte Formate wie kollegiale Fallberatungen, Einzel-Coachings sowie Review- und Retrospektive-Sessions. Durch gezielten Input und Prozessbegleitung unterstützt sie die Tandems in der Entwicklung, Umsetzung und Weiterentwicklung ihrer Missionen.

Fachliche Inputs

Das InnoLab Vielfalt unterstützt die Entwicklung sowie Umsetzung diskriminierungssensibler Missionen durch gezielte Inputs in Form von wissenschaftlich fundierten und praxisnahen Impulsen zu Diversity, diskriminierungssensiblen Verwaltungsstrukturen und missionsorientierter Transformation. Formate sind eine öffentliche Online-Seminarreihe, interne Unterstützungsformate mit Expert*innen für die teilnehmenden Kommunen und die LabLibrary auf der internen Austauschplattform.

Vernetzung

Die Koordinierungsstelle schafft für die Mitgliedskommunen des InnoLab Vielfalt einen Vertrauensraum zum Austausch und koordiniert die kollegiale Zusammenarbeit zwischen den Kommunen – etwa durch interne Workshops, Peer-Formate und eine gemeinsame Austausch- und Lernplattform im Zukunftsraum Demografie.

Durch die Einbindung von weiteren Kommunen, Dachverbänden sowie Multiplikator*innen wird der Transfer der Erkenntnisse in bestehende Strukturen in ganz Deutschland gesichert. So entsteht ein nachhaltiges Netzwerk, das diskriminierungssensible Ansätze über die beteiligten Kommunen hinausträgt.

Öffentlichkeitsarbeit & Transfer

Das InnoLab Vielfalt macht seine Ansätze, Erfahrungen und Ergebnisse über eine Projektwebsite, Social Media, Mailings und Newsletter sichtbar und nutzbar.

Über strategische Vernetzungen, zielgruppenspezifische Wissensbausteine und Transferformate sollen die Erkenntnisse des Innovationslabors bundesweit für weitere Kommunen und Regelstrukturen übertragbar gemacht werden und nachhaltig wirken.

Langfristiges Ziel ist die Entwicklung und Umsetzung eines Verstetigungskonzepts für eine selbstorganisierte, interkommunale Zusammenarbeit über die Projektlaufzeit hinaus.

Selbstevaluation

Im InnoLab Vielfalt wird formative Selbstevaluation als kontinuierlicher Reflexions- und Lernprozess eingesetzt. Feedback aus den beteiligten Kommunen, Online-Befragungen, Nutzungsdaten und Team-Reflexionen sowie im Projekt generierte Dokumente werden systematisch ausgewertet und zur Weiterentwicklung des Projekts genutzt werden. Darüber hinaus dienen tiefergehende Interviews mit den Kommunen dazu, Informationen zur Relevanz und Wirksamkeit der Arbeitsweise und der Aktivitäten des InnoLab Vielfalt zu erhalten sowie den Grad der Zielerreichung und mögliche Herausforderungen für die Kommunen zu identifizieren. 

 

Vorgehen

Im Jahr 2025 lag der Projektschwerpunkt auf dem Aufbau der Strukturen, der Entwicklung von Austauschformaten und der Gewinnung und Begleitung der Tandems bei der Erarbeitung erster Missionen und Workshopformate. 

2026 rückt die praktische Umsetzung und Weiterentwicklung der Missionen in den Vordergrund. Parallel werden interne Wissens- und Austauschstrukturen ausgebaut und das Netzwerk erweitert. Eine formative Selbstevaluation begleitet diesen Prozess kontinuierlich.


Förderung

Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!" durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Laufzeit: 01.01.2025 – 31.12.2026 (geplant bis 2027).

Mit dem Programm fördert das Bundesfamilienministerium seit 2015 zivilgesellschaftliches Engagement für ein vielfältiges und demokratisches Miteinander und die Arbeit gegen Radikalisierungen und Polarisierungen in der Gesellschaft. Das Projekt agiert im Programmbereich der "Innovationsprojekte" im Handlungsfeld "Vielfaltsgestaltung" und ist beim Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V. angesiedelt.

InnoLab Vielfalt

Projekt:

Innovationslabor Mission Vielfalt

Aktuelle Laufzeit: 

01.01.2025 – 31.12.2026
(geplant bis 2027)

Gefördert durch:

Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"